Donnerstag, 24. Juli 2014

Denali National Park, 24.07.2014

Hi,
da bin ich wieder zurück aus dem Nationalpark mit seiner 86 Meilen langen Straße bis zum Campground Wonderlake. Ab der Meile 15 dürfen nur noch die Busse vom Nationalpark und Räder fahren, keine Autos. Das entspannt die Sache ganz ungemein.  Es war eine beeindruckende Radtour bis zum Campground Wonderlake, und die Sonne hat auch super mitgespielt! :) Am zweiten Tag auf dem Campground kam dann der Regen und hielt heute auf der Busrückfahrt an, aber das ist jetzt dann auch egal. Nach 5 Tagen gab es eine Dusche für mich und eine Waschmaschine für die Klamotten. Neben der beeindruckenden Naturkulisse war besonders die Tierwelt absolut spannend. Es gab Moose und Karibus auf und neben der Straße zu beobachten, ein Tier könnte ein Wolf gewesen sein und ich hatte meinen ersten sehr nahen Bärenkontakt! Einen zweiten Bären konnte ich aus gebührender Entfernung betrachten.  Die Tierbilder habe ich alle mit meiner Kamera geschossen, wegen des Zooms, deshalb kommen sie dann mal später.  Der erste Bär stand mir zwar nur 4-5 Meter gegenüber,  aber statt eines gemeinsamen Fotos habe ich mich aus dem Staub gemacht... :D
Aber wie kam es dazu. Ich radelte über eine Brücke und sah einen entgegenkommenden Bus, er verlangsamte die Fahrt und die Busfahrerin sagte ganz leise aus dem Fenster zu mir, ich solle doch bitte in den Bus kommen, ein Bär ist da. Ich ging davon aus, dass er sich auf der anderen Seite des Busses im Flussbett befindet... Also ich natürlich das Rad stehen lassen und um die kurze Ecke auf direktem Weg zur Bustür. Nur wer kam da angewackelt, der Bär :D Kurzer Blickkontakt, und ich machte mich auf den langen Weg um den Bus. In der Hoffnung, dass der Bär weiter nach vorne laufen würde. Nachdem ich um den Bus kam sah ich ihn auch weglaufen. Also schnell die Kamera gezückt und noch ein Schnappschuss bevor ich in den Bus rein bin. Ich glaube die Busfahrerin und die Touristen waren wesentlich aufgeregter als ich und der Bär.  Er trottete dann noch schön zum Fluss und ich konnte entspannt die Reise fortsetzen. Es ist wirklich halb so wild, fast ;) Oder man macht es wie der Ami Chuck, der auf meine Frage nach seinem Bärspray, mir nur seine handliche Gun zeigte... Aber Waffen sind im Nationalpark eigentlich verboten und auch nicht notwendig. Zum Schutz,  dass ich einen Bären nicht erschrecke, habe ich zwei Bärenglöckchen. Mir klingt es immer noch in den Ohren.  :D
Ansonsten habe ich mal wieder viele verrückte Leute getroffen,  eine campende Musikband auf Tour, einen Dänen der seit 7 Jahren!! mit dem Rad unterwegs ist, und auch die nächsten Jahre nicht nach Hause will und einen Ranger beim Referat in der Wildnis über die Geschichte des Nationalparks. Bei seinem Stapel von Folienbildern war ich schon auf einen längeren Abend gefasst, aber es war echt spannend.
So, jetzt erstmal den Regen durchziehen lassen und dann weiter Richtung Fairbanks.

Bis dahin!
See you!
Jens






Achso, ein ganz "gemeingefährliches Wildtier" habe ich dann doch noch direkt vor meine Handykamera bekommen ;)


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